SKOS verzeichnet weniger Sozialhilfebezüger, kann aber keine Entwarnung geben

am 02. Februar 2022
Lesedauer: ca. 3min

Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe SKOS registriert seit vergangenem Sommer einen leichten Rückgang der Fallzahlen. Im Vergleich zu 2019 ging die Zahl der Sozialhilfebezüger um 1,4 Prozentpunkte zurück.

Der Schweizerische Gemeindeverband nimmt diese Tatsache erfreut zur Kenntnis – teilt aber die Befürchtung der SKOS, wonach die Fallzahlen mittelfristig stark ansteigen könnten. Tatsächlich rechnet die SKOS bis 2023 mit einem Anstieg der Fallzahlen um 13,8 Prozentpunkte. Gründe dafür sind einerseits die absehbare Einstellung der Corona-Unterstützungsmassnahmen des Bundes (Taggelder ALV, Kurzarbeit, Corona-Erwerbsersatz). Andererseits erinnert die SKOS daran, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen momentan doppelt so hoch ist wie Ende 2019. Und schliesslich werden in den nächsten zwei Jahren voraussichtlich auch aus dem Flüchtlingsbereich 12000 weitere Personen Sozialhilfe beanspruchen.
Der Schweizerische Gemeindeverband erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die Gemeinden heute den grössten Anteil der Sozialhilfekosten leisten. Die Gemeinden müssen die Lage daher genau beobachten und je nach Situation Massnahmen ergreifen.

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