Erfolgreiche Intervention der Kommunalverbände für die Gemeinde-Tageskarten
Die Gültigkeit der Gemeinde-Tageskarten wird, wie die SBB und der Verband öffentlicher Verkehr am 4. August bekanntgaben, anders als ursprünglich geplant nicht eingeschränkt. Der Schweizerische Städteverband und der Schweizerische Gemeindeverband nehmen dies befriedigt zur Kenntnis. Sie hatten sich in den vergangenen Monaten dezidiert gegen diese Massnahme zur Wehr gesetzt. Anfang Jahr hatten die Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs Tariferhöhungen per Dezember 2010 kommuniziert. Vorgesehen war unter anderem, die Gültigkeit der Gemeinde-Tageskarten unter der Woche auf die Zeit nach 9 Uhr zu beschränken und zugleich den Preis um 15 Prozent zu erhöhen. Der Schweizerische Städteverband (SSV) und der Schweizerische Gemeindeverband (SGV) zeigten ein gewisses Verständnis für die vorgesehene Preiserhöhung, lehnten jedoch die gleichzeitige Beschränkung der Gültigkeit entschieden ab. Die Kommunalverbände hatten beim Verband öffentlicher Verkehr (VöV) offiziell gegen die geplanten Massnahmen bei der Gemeinde-Tageskarte interveniert. Im Rahmen mehrerer Treffen mit dem VöV und den SBB haben sie sich primär gegen die Verkürzung der Gültigkeit gewehrt. Diese hätte die Attraktivität der Gemeinde-Tageskarten derart beschnitten, dass sie faktisch das «Aus» für das beliebte Angebot von Städten und Gemeinden bedeutet hätte.
SGV und SSV nehmen nun befriedigt zur Kenntnis, dass ihr Hauptanliegen berücksichtigt wurde. Die weiteren vorgesehenen Einschränkungen sind tolerierbar, sofern sie von Städten und Gemeinden ohne spürbaren Aufwand umgesetzt werden können. Unter dieser Voraussetzung bleibt die Gemeinde-Tageskarte weiterhin ein attraktives Angebot für die Bevölkerung.
Die neuen TarifeFachtagung: Sicherheit – die Gemeinden sind gefordert
Am
19. Oktober organisiert der Schweizerische Gemeindeverband in Olten
eine Fachtagung zum Thema Sicherheit in den Gemeinden. Prügeleien unter
Jugendlichen, Gewalt und Pöbeleien gegenüber älteren Leuten,
Vandalismus, Beschimpfung und Bedrohung von Behördenmitgliedern und
Gemeindepersonal – solche Sachverhalte stellen die Gemeinden vor grosse
Herausforderungen. Mit welchen Massnahmen kann sie die Gemeinde
bewältigen? Ist eine bessere Polizeipräsenz die Lösung oder soll die
Gemeinde vermehrt private Sicherheitsdienste in Anspruch nehmen? Ist die
Videoüberwachung ein zulässiges und ein taugliches Mittel gegen Gewalt
und Vandalismus? An der Tagung sollen Lösungsansätze zu diesen Fragen
diskutiert werden. Praxisbezogene Referate und konkrete Beispiele zeigen
den Gemeinden Handlungsmöglichkeiten auf, und der Austausch von
Erfahrungen soll dazu beitragen, eigene Konzepte zu erarbeiten oder
bestehende Massnahmen zu verbessern.
Programm und Anmeldung