Nein zur Volksinitiative gegen Zweitwohnungsbau
Der Schweizerische Gemeindeverband (SGV) lehnt zusammen mit der
Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz, der Schweizerischen
Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete, dem Schweizer
Tourismus-Verband, hotelleriesuisse, der Konferenz der
Gemeindepräsidentinnen von Ferienorten im Berggebiet und der IG
Parahotellerie Schweiz die Volksinitiative «Schluss mit uferlosem Bau
von Zweitwohnungen» ab. Die Initiative, die am 11. März zur Abstimmung
kommt, sei nicht geeignet, die Frage der Zweitwohnungen zu regeln. Sie
will den Anteil der Zweitwohnungen pro Gemeinde auf maximal 20 Prozent
festlegen. Die Initiative sei überflüssig, so SGV-Präsident Hannes
Germann, da das eidgenössische Parlament bereits mit einer Revision des
Raumplanungsgesetzes einen indirekten Gegenvorschlag beschlossen habe,
der am 1. Juli 2011 in Kraft getreten ist. Die Kantone und Gemeinden
wurden damit verpflichtet, bis zum Jahr 2014 Massnahmen zur Lenkung des
Zweitwohnungsbaus zu ergreifen. Germann betont, viele Gemeinden und
Kantone seien bereits aktiv geworden und versuchten, die regional und
örtlich oft sehr spezifische Problematik in den Griff zu bekommen oder
zumindest zu entschärfen.
Der SGV ist der Ansicht, dass in der
besseren Bewirtschaftung bestehender Ferienwohnungen ein grosses
Potenzial liegt. «Die unterschiedliche Ausgangslage in den Gemeinden und
Städten bezüglich Erst- und Zweitwohnungsbau verlangt nach
massgeschneiderten, den lokalen Bedürfnissen angepassten Lösungen», ist
Germann überzeugt. Der SGV kritisiert, die Volksinitiative setze als
einziges Mittel auf eine starre Kontingentierung. In Gemeinden mit einem
Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent dürften keine neuen
Zweitwohnungen erstellt werden, in allen anderen Gemeinden jedoch schon.
Detaillierter Artikel in der «Schweizer Gemeinde» vom 15. Februar
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