Testimonials

Das Milizprinzip ist eine wichtige Säule der Schweiz. Damit das auch in Zukunft so bleibt, ist es von grosser Bedeutung, dass auch junge Menschen in der Politik Verantwortung übernehmen. Im Kurzvideo kommen junge Milizpolitikerinnen und Milizpolitiker zu Wort. Sie erzählen über eigene Erfahrungen, ihre persönliche Motivation und wie sie zur Politik gekommen sind. Im Anschluss versichert Heinz Karrer, Präsident Economiesuisse, den Jungen die Unterstützung der Wirtschaft.

Lukas Fus

Lukas Fus (33), Key Account Manager, seit 2010 Gemeinderat in Niederrohrdorf (AG):
«Es ist schon witzig: Ich bin als jüngster Gemeinderat für unsere ältesten Mitbürger zuständig. Aber es ist ungemein spannend, und ich werde trotz meinem Alters akzeptiert, das ist kein Thema. Akzeptiert wurde ich immer. Bei meiner ersten Wahl war ich 27-jährig: Natürlich gab es da Skeptiker. Man zweifelte an meiner politischen Erfahrung und erwartete, ich wäre schnell wieder weg. Aber das hat sich schnell gelegt, und knapp sechs Jahre später bin ich noch immer da – und übe mein Amt mit Begeisterung aus, auch dank der Flexibilität meines Arbeitgebers und der Familie. Dabei sind die Herausforderungen gross, denn Niederrohrdorf verzeichnet ein enormes Wachstum. Meine innovativen Ideen stiessen auf offene Ohren. So kann ich das Dorf mitgestalten, und genau das macht den Reiz für mich aus; darum wollte ich in die Politik.»

Christine Badertscher

Christine Badertscher (34), Agronomin, seit 2010 Gemeinderätin in Madiswil (BE):
«Dass ich in der Politik gelandet bin, ist mehr Zufall als Strategie. Meine Eltern führen einen Bauernbetrieb, da ist es bis zur Politik nie weit. Ausserdem engagiere ich mich im Umweltschutz, und der führt vor allem über die Politik. Nie hätte ich bei meiner ersten Wahl 2010 damit gerechnet, gewählt zu werden. Das war eine riesige Überraschung, nicht nur für mich. Also musste ich mich behaupten, denn die Kombination ‹Frau› und ‹jung› war neu – und dann auch noch eine Grüne in einer klar bürgerlich dominierten Gemeinde. Aber meine Ratskollegen förderten mich von Anfang an. Manchmal hält man mich für die Sekretärin, aber darüber kann ich lachen. Rückblickend staune ich, wie gut ich aufgenommen wurde, denn ich hatte wirklich keine Ahnung. Doch mit der Arbeit wuchs das Interesse, und heute weiss ich: Gemeinderätin zu sein, ist eine enorme Horizonterweiterung.»