Schweizerischer Gemeindeverband
Association des Communes Suisses
Associazione dei Comuni Svizzeri
Associaziun da las Vischnancas Svizras
Gemeinsam für starke Gemeinden
 
 
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Gesundheitsversorgung in den Gemeinden sicherstellen

An einer Fachtagung des Schweizerischen Gemeindeverbandes (SGV) in Olten diskutierten am 6. September 2013 Vertreterinnen und Vertreter aller drei Staatsebenen und von Gesundheitsorganisationen über die zentralen Herausforderungen im Gesundheitswesen. Anhand von Praxisbeispielen wurden verschiedene Handlungsoptionen und Instrumente aufgezeigt, um eine nachhaltige medizinische Grundversorgung sicherzustellen. Den Gemeinden kommt dabei eine wichtige Rolle zu.

Angesichts der demografischen Alterung, der steigenden Nachfrage an (haus)ärztlichen und pflegerischen Leistungen, den damit verbundenen hohen Gesundheitskosten sowie dem absehbaren Fachpersonalmangel in der Hausarztmedizin sind im Gesundheitswesen in den nächsten Jahren grosse Herausforderungen zu bewältigen. «Eine allen zugängliche medizinische Grundversorgung von hoher Qualität ist ein wichtiges Ziel», sagte Pascal Strupler, Direktor des Bundesamtes für Gesundheit. Der Bundesrat habe deshalb die Stärkung der medizinischen Grundversorgung in seinem Bericht «Gesundheit2020» als prioritäre Massnahme eingestuft. Insbesondere in den Gemeinden des ländlichen Raums steigt der Handlungsbedarf, um die medizinische Grundversorgung auch in Zukunft flächendeckend gewährleisten zu können.

Eine gute Gesundheitsversorgung erfordert eine enge tripartite Zusammenarbeit
«Die Sicherstellung einer qualitativ guten und flächendeckenden Grundversorgung ist eine Verbundaufgabe von Bund, Kantonen und Gemeinden», sagte Ständerat und SGV-Präsident Hannes Germann. Die zu lösenden Probleme in der Gesundheitspolitik würden komplexer und erforderten eine verstärkte Zusammenarbeit und Koordination zwischen den verschiedenen Akteuren im Gesundheitsbereich. Angesichts der Vielfalt der Gemeindelandschaft gebe es keine Musterlösung, die für alle Regionen und Gemeinden umsetzbar sei. «Gefragt sind innovative, auf die lokalen Gegebenheiten und Bedürfnisse abgestimmte Lösungen», sagte Germann. Den Gemeinden komme dabei im Rahmen der interkommunalen und interregionalen Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft und weiteren lokalen Gesundheitsakteuren eine wichtige Rolle zu.

Mögliche Lösungsansätze für eine nachhaltige Grundversorgung
An der Tagung in Olten wurden anhand von praktischen Beispielen verschiedene Handlungsoptionen und Instrumente für eine nachhaltige medizinische Grundversorgung aufgezeigt. Die Reformen gehen dabei in Richtung «Integrierte Versorgung» und «Gemeinschaftspraxen». Ein Beispiel ist das derzeit im Notfallkreis Thurtal-Untersee umgesetzte Modell der dezentral-vernetzten Landarzt-Gruppenpraxis. Die zehn beteiligten Praxen versorgen etwa einen Zehntel der Wohnbevölkerung des Kantons Thurgau. Bei dieser Lösung steht der Erhalt der bestehenden Grundversorgerpraxen in den Dörfern im Zentrum. «Es ist Sache der interessierten Kreise, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass eine Tätigkeit in der Grundversorgung auf dem Land mindestens ebenso attraktiv wird wie eine Tätigkeit als Spezialist in der Stadt», sagte Jürg Weber, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin. Eine ähnliche Zielsetzung stand am Anfang der Realisierung des Ärztezentrums Jegenstorf im Kanton Bern. Dank der Initiative eines Arztes und der Unterstützung durch die Gemeinde konnte innert kürzester Zeit das heutige Zentrum realisiert werden. Ursprung dabei war das Ziel, die Grundversorgung in der Region langfristig zu sichern, jungen Ärzten einen Anreiz zu geben, sich in der Peripherie niederzulassen und durch den Beizug von Spezialisten wieder eine erweiterte Grundversorgung anzubieten.

 
 

Fachtagung «Information ist alles – wie Städte und Gemeinden kommunizieren»

Die Schweizerische Konferenz der Stadt- und Gemeindeschreiber, der SGV und der Schweizerische Städteverband führten am 8. November in Olten eine Fachtagung mit dem Titel «Information ist alles – wie Städte und Gemeinden kommunizieren» durch. Information und Kommunikation werden auch in den Städten und Gemeinden immer wichtiger. Auf der einen Seite stehen Behörden und Verwaltung, auf der andern Bürgerinnen und Bürger, Medien, Unternehmen, Parteien, Vereine, Verbände und Interessengruppen. Die Kommunikation verändert sich auch in diesem Bereich sehr stark. Dazu beigetragen haben tiefgreifende Veränderungen im Printbereich, neue Bedürfnisse bei der Bevölkerung und vor allem neue Online-Möglichkeiten.

Kommunikationskonzepte von Gemeinden: zehn Beispiele

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