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Migration

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Die Gemeinden sind zentrale Akteure der Schweizer Migrationspolitik und müssen daher in diesem Bereich in alle Schritte einbezogen werden.

Gemeinden tragen wesentliche Verantwortlichkeiten im Bereich Asyl, Integration sowie in der Prävention von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus. Besonders der Asylbereich stellt die kommunale Ebene regelmässig vor erhebliche Herausforderungen: Für die Bereitstellung geeigneter Unterkünfte sowie für das Schaffen von Perspektiven und einer der gesellschaftlichen und beruflichen Integration für Personen mit Bleiberecht benötigen sie Planungs- und Finanzierungssicherheit. Gemeinsam mit den Kantonen sorgen die Gemeinden zudem für die Koordination in den Bereichen Unterkunft, Sozialhilfe, Betreuung und Integrationsmassnahmen.

Die Gemeinden spielen auch eine zentrale Rolle bei der Integration und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie stellen sicher, dass Migrantinnen und Migranten Sprachkompetenzen erwerben, Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten und am lokalen Leben teilhaben können. Diese frühzeitige Integration trägt dazu bei, die Abhängigkeit von der – weitgehend von den Gemeinden getragenen – Sozialhilfe zu verringern und eine aktive Beteiligung am gesellschaftlichen Leben zu fördern.

Die Aufgabenteilung zwischen den staatlichen Ebenen im Migrationsbereich erfordert eine enge und kontinuierliche Zusammenarbeit. Die Herausforderungen im Asylwesen können nur dann erfolgreich bewältigt werden, wenn Bund, Kantone, Gemeinden und Städte sie als gemeinsame Aufgabe verstehen und gemeinsam angehen. Der Schweizerische Gemeindeverband setzt sich dafür ein, Bund und Kantone kontinuierlich auf die zentrale Rolle der Gemeinden aufmerksam zu machen und die Präsenz der kommunalen Ebene an den Verhandlungstischen einzufordern. Er achtet darauf, die Vielfalt der Schweizer Gemeinden zu vertreten, deren Verantwortlichkeiten je nach Kanton variieren.

Mehrere Jahre nach der Revision des Asylgesetzes (2019) und der Einführung der Integrationsagenda Schweiz kann festgestellt werden, dass sich das restrukturierte Asylsystem insgesamt bewährt hat. Im Rahmen einer gemeinsamen Analyse haben Bund, Kantone, Gemeinden und Städte jedoch konkrete Massnahmen identifiziert, die noch umzusetzen sind und die eine Weiterentwicklung des Asylsystems erfordern. An der Asylkonferenz vom 28. November 2025 haben die drei Staatsebenen deshalb gemeinsam einen politischen Auftrag verabschiedet, der die Erarbeitung solcher konkreten Massnahmen vorsieht.

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