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des gesamten Endenergieverbrauchs entfallen in der

Schweiz also auf die Mobilität und die Haushalte. Dabei

handelt es sich fast ausschliesslich um nicht erneuerbare

Energieträger.

Erneuerbare Energie fördern und Energieeffizienz

steigern…

Weltweit steigt die Nachfrage nach Energie weiter an,

insbesondere in den aufstrebenden Schwellenländern.

Gleichzeitig nimmt der Klimawandel ein Ausmass an, das

früher oder später grosse ökologische, gesellschaftliche

und wirtschaftliche Risiken mit sich bringen wird. Die

Schweiz hat sich aus diesen Gründen mit der Energiestra-

tegie 2050 des Bundes sowie mit den international abge-

stützten Klimaschutzvorgaben ambitionierte Ziele für die

Zukunft gesetzt. Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen,

sind wir alle gefordert.

Gemäss EnergieSchweiz, einem Programm des Bundes-

amtes für Energie, können Privatpersonen, Unternehmen

und die öffentliche Hand im Energiebereich drei Strategien

Die Nutzung von Energie ist heute für uns alle eine Selbst-

verständlichkeit und wird kaum mehr bewusst wahrge-

nommen. Das Notebook in der Gemeindeverwaltung, das

Kommunalfahrzeug beim Strassenwischen, das geheizte

Sitzungszimmer, das warme Wasser in den Garderoben der

Turnhalle, der Kühlschrank im Pausenraum, die beleuchtete

Dorfstrasse: Energie braucht es überall im (Gemeinde-)

Alltag. Energie ist Leben, ohne Energie läuft nichts.

In den vergangenen 60 Jahren ist der Energieverbrauch in

der Schweiz markant gestiegen. Er hat sich seit 1950

ungefähr verfünffacht und betrug im Jahr 2013 rund

896000 Terajoule (TJ). Etwa zwei Drittel des Endenergie-

verbrauchs entfallen auf Erdölbrennstoffe, Treibstoffe und

Gas. Bei etwa einem Viertel handelt es sich um Elektrizität

(Strom), zehn Prozent fallen auf andere Energieträger. In

welchen Bereichen wird diese Energie verbraucht? Mehr

als ein Drittel der Endenergie wird im Transportsektor

verbraucht, etwa 30 Prozent bei den Haushalten, knapp

20 Prozent in der Industrie und etwa ein Sechstel im

Dienstleistungssektor (siehe Abbildung 1). Fast zwei Drittel

Einleitung

Wir alle brauchen Energie

35,0%

16,7%

18,4%

29,0%

0,9%

Abb. 1:

Aufteilung des Energie-Endverbrauchs nach

Verbrauchergruppen (2013)

Quelle: Schweizerische Gesamtenergiestatistik 2013

Haushalte

Industrie

Dienstleistungen

Verkehr

Statistische Differenz inklusive Landwirtschaft