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Unterstützung

Hilfe zur Umsetzung

Im folgenden Kapitel wird erläutert, welche Faktoren für den Erfolg von Energieprojekten

entscheidend sind und welche verschiedenen Rollen eine Gemeinde dabei (gleichzeitig) einnehmen

kann. Zudem wird gezeigt, wie kommunale Energieprojekte finanziert werden können und wo

Gemeinden finanzielle und fachliche Unterstützung finden.

Dank Vorbildfunktion eine Dynamik in Gang setzen

Kommunale Projekte im Energiebereich haben eine grosse

Ausstrahlung auf andere Akteure. Sowohl Privatpersonen als

auch Unternehmen tragen diese Entscheide in der Gemein-

depolitik mit und orientieren sich in der Folge selber an

diesem Vorbild. Fast alle kommunalen Projekte können eine

positive Dynamik in Gang setzen. Deshalb ist es wichtig, klein

zu starten und das umzusetzen, was möglich, sinnvoll sowie

mittel- und langfristig wirtschaftlich ist.

Zusammenarbeit suchen und vom vorhandenen

Know-how profitieren

In jeder Gemeinde gibt es Unternehmen, Landwirte oder

Einwohnerinnen und Einwohner, die über viel Know-how

im Energiebereich verfügen und bereit sind, beim Entwi-

ckeln und/oder Umsetzen von Projekten aktiv mitzuar-

beiten. Gemeindevertreter sollen ein offenes Ohr für eine

solche Zusammenarbeit haben und motivierte Organisa-

tionen und Personen in den Prozess einbeziehen.

Finanzierungsoptionen prüfen und von

Unterstützungsgeldern profitieren

Jedes energiepolitische Vorhaben in Gemeinden verlangt

nach Ressourcen, nicht zuletzt finanziellen. Doch dürfen

finanzielle Überlegungen nicht von vornherein verhindern,

dass sich Gemeinden überhaupt mit einem Vorhaben

auseinandersetzen. Gemeinden müssen nicht zwingend

selber in Vorhaben investieren, es stehen meistens

verschiedene Finanzierungsmodelle offen. Zudem kann für

viele Projekte von substanziellen Förder- und Subventions-

mitteln profitiert werden.

Standort stärken und aktiv kommunizieren

Tue Gutes, sprich darüber und nutze es zu deinem Vorteil.

Gemeinden, die eine nachhaltige kommunale Energiepolitik

verfolgen und aktiv über ihre Aktivitäten und Projekte im

Energiebereich informieren, können ihre Standortattrakti-

vität massgeblich steigern. Sie schaffen sich der Bevölke-

rung gegenüber nicht nur einen guten Ruf als

zukunftsorientierte, fortschrittliche Gemeinde, sondern

schärfen darüber hinaus das Bewusstsein ihrer Einwohner

für erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Gleichzeitig

können sie für Unternehmen zu einem interessanten

Standort werden, indem lokale Aufträge vergeben werden

und so die wirtschaftliche Dynamik gefördert wird.

1. Schlussfolgerungen

a) Erfolgsfaktoren

Erkennen und prüfen statt ausblenden und blockieren

Eine anstehende Gebäude- und Heizungssanierung, eine

innovative Person mit guten Ideen, eine neue oder geän-

derte gesetzliche Rahmenbedingung: Ganz unterschied-

liche Gründe und Begebenheiten können Anlass sein, sich

näher mit der energetischen Relevanz einer Anfrage oder

eines Vorhabens auseinanderzusetzen und daraus ein

kommunales Energieprojekt zu lancieren. Für kommunale

Entscheidungsträger gilt, sich der energiepolitischen

Dimension eines Begehrens bewusst zu sein, mit einer

offenen Haltung die Möglichkeiten zu erkennen, zu prü-

fen – und die sich daraus ergebenden Chancen mit einer

langfristigen Strategie zu nutzen.

Sich informieren und beraten lassen

Für den Erfolg eines Energieprojekts ist eine kompetente

Erstberatung entscheidend. Anlaufstelle dafür sind insbe-

sondere die kantonalen Energiefachstellen. Dabei können

Fragen zu spezifischen Einzelvorhaben, zur kommunalen

Energiebuchhaltung, zu Sanierungen von kommunalen

Immobilien, zur Versorgungssituation in allen Energieberei-

chen oder zu möglichen Bereichen, in denen die Gemeinde

Einfluss nehmen kann, besprochen und geklärt werden.

Übersicht der kantonalen Energiefachstellen:

www.tinyurl.com/energiefachstellen

Gute Planungsgrundlagen erarbeiten

Fragen zur Dimensionierung einer Anlage, Synergien mit

andern Projekten, Fragen der Wirtschaftlichkeit, die

Ästhetik, die Qualität der Arbeiten usw. sollten von Anfang

an genau geklärt werden. Bau- und Sanierungsprojekte

haben oft bedeutende finanzielle Folgen für die Gemeinde-

budgets. Es lohnt sich deshalb sehr, ebenfalls einen in der

Regel kleinen Teil der Gesamtausgaben für ein Projekt in

die Projektierung zu investieren. Somit lassen sich letztlich

auch unerwartete Kostenüberschreitungen vermeiden.

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