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Kontakt

Gemeindeverwaltung

Altbüron

Bühl 27

6147 Altbüron

Tel. 062 207 00 80

gemeindeverwaltung@ altbueron.lu.ch

Links

wwww.altbueron.ch www.swisssolar.ch www.swissgrid.ch

Bauvorsteher Meyer. Wichtig sei, die abstrakte Grösse

Kilowattstunden in Franken auszudrücken: «Wenn ich von

1,44 Millionen Kilowattstunden rede, dem Photovol-

taik-Gesamtertrag Altbürons, sagt das den meisten Leuten

weniger, als wenn ich den Stromverkaufserlös in Franken

beziffere, nämlich 315000 Franken.» So viel fliesst den

Altbüroner Photovoltaik-Anlagenbesitzern jedes Jahr zu.

«Indirekt profitiert die Einwohnergemeinde von den

Steuern, die diese Beträge auslösen.»

Gute Bauberatung ist das A und O

Gemeinderat Meyer hat einen Traum: Mit einem

geschickten Vorgehen liesse sich in jedem Haus eine Solar-

anlage realisieren, ist er überzeugt. Bauherren rät er daher,

den Einbau von thermischen oder photovoltaischen

Anlagen von Anfang an ins Finanzierungskonzept eines

Neubaus einzuplanen. «Synergien zwischen Investition und

den späteren Betriebskosten sind für den Bauherrn wirt-

schaftlich von Vorteil.»

Am Ende habe die junge Familie solares Warmwasser

vom Dach – und das während mehr als 25 Jahren. Nach-

träglich eingebaute Anlagen seien um einiges teurer, da

etwa Fallrohre fehlten oder der falsche Boilertyp eingebaut

sei. Bei der Sensibilisierung von Bauwilligen für Solaran-

lagen komme den Banken und Architekten die wichtige

Rolle als Motivatoren zu, die sie heute nur mangelhaft

wahrnähmen, bedauert der Bauvorstand.

Solaranlagen prägen Ortsbild

Die Installation von Photovoltaikanlagen schafft Arbeit bei

ansässigen Firmen – Dachdeckern, Spenglern, Elektrikern

und Sanitärinstallateuren – und trägt so zur lokalen Wert-

schöpfung bei. Es sei ihm aber auch ein grosses Anliegen,

dass die Solaranlagen gewisse ästhetische Auflagen

erfüllen, betont Meyer. Das Ortsbild soll nicht durch Wild-

wuchs von Photovoltaikmodulen verschandelt werden, wie

dies teilweise im Ausland der Fall sei. «Formschöne

Anlagen prägen ein Ortsbild über Jahrzehnte.» Aus Sicht

der Ästhetik sei es von Vorteil, wenn die Installation einer

Photovoltaikanlagen

auf den Mehrfamilienhäusern

Ponyweid.

Zahlen und Fakten

Jährliche Produktion der thermischen

Kollektoren:

73000 kWh

Jährliche Stromproduktion

der Photovoltaikanlagen: 1,44 Millionen kWh

Photovoltaikanlage aus einer Hand stamme. Etwas Sorge

machen dem Bauvorstand darum die neuen Bestimmungen

des kantonalen Planungs- und Baugesetzes vom 1. April

2014. Danach brauchen Anlagen bis 50 Quadratmeter

Fläche keine Bewilligung mehr.

In einer überschaubaren Gemeinde wie Altbüron geht

man daher aktiv auf Bauherren zu und berät sie. Und man

ist flexibel. Der Gemeinderat kann beim Gestaltungsplan

auch einmal eine Sonderbewilligung erteilen: Statt ein

Giebeldach darf ein Neubau ein Pultdach haben, was einen

grösseren Ertrag bei einer Solaranlage erlaubt. «Gemeinden

sollen nicht verhindern, sondern unterstützen, wenn es um

eine gute Sache geht», sagt Meyer. Als Bauunternehmer

Affentranger 2012 seine Werkhalle bauen wollte, kam ihm

die Gemeinde entgegen; sie änderte den Richtplan von drei

Parzellen, sodass ein grosses Gebäude gebaut werden

konnte. Altbüron verfügt auch über einen Holzwärmever-

bund. Dank der Firma Bossert Forst AG können 52 Liegen-

schaften mit 66 Wohnungen mit Wärme versorgt werden.

Nächstes Ziel: 2000-Watt-Gemeinde

Im Kanton Luzern hat Altbüron Vorzeigecharakter. «Wir

sehen uns als Beispielträger in der Schweizer Gemeinde-

landschaft», sagt Meyer. Als nächstes Ziel fasst Altbüron

eine Bewerbung als 2000-Watt-Gemeinde ins Auge. Hier

geht es nicht nur um Energie, sondern auch um Themen

wie Mobilität und Biodiversität, denen man in Altbüron

grosse Aufmerksamkeit schenkt. Die Umgebung des Schul-

hauses ist mit Magerwiesen und Biotopen naturnah

gestaltet. Und beim öffentlichen Verkehr wird eine Verbes-

serung angestrebt, damit mehr Leute ihr Auto zu Hause

stehen lassen können.