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SCHWEIZER GEMEINDE 5 l 2017

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nem Geflügelbetrieb oder unterstützen

einen gemeinnützigen Verein, der die

einheimische, dunkle Biene fördert. All

diese LernundArbeitserfahrungen wer­

den für den späteren Bewerbungspro­

zess dokumentiert und zertifiziert.

Ein Belohnungssystem

«Diese ‹OutsideJobs›, wie die Asylsu­

chenden sagen, sind sehr begehrt», sagt

der Zentrumsleiter Markus Schneider.

Denn dabei verdienen sie deutlichmehr –

bis zu Fr. 16.50 pro Stunde – als bei zen­

trumsinterner Arbeit, sie kommen mal

weg vom Zentrum und unter die Einhei­

mischen. Auf diese Motivation setzt das

Programm im Sinne eines Belohnungs­

systems. «Wir sagen den Teilnehmern

von Anfang an: Für diese OutsideJobs

müsst ihr zuerst die ersten zwei Stufen

durchlaufen. Daran kommt niemand vor­

bei.» Disziplin, Pünktlichkeit, Zuverlässig­

keit – Schlüsselkompetenzen für die Ar­

beitsintegration in der Schweiz – werden

so im Programm trainiert.

Ebenso wichtig ist Markus Schneider

und Jonas Beer, beide Mitgründer von

InLimbo, die Persönlichkeitsentwick­

lung der Asylsuchenden. Ziel ist es, dass

sie in der anspruchsvollen Zeit der

Schwebe – InLimbo –, wenn sie auf ih­

ren Asylentscheid warten, ihre Ressour­

cen erhalten und erweitern. «Sie sollen

körperlich und psychisch fit bleiben und

nicht in die Depression abstürzen, wie

das so schnell passieren kann», sagt

Beer. Die meisten kämen hier mit einem

«extremenTunnelblick» an. Mit der Zeit

gehe es dann darum, den Blick für rea­

listische Zukunftsperspektiven zu öffnen.

Imkern als Perspektive

Eine Besonderheit von InLimbo ist denn

auch, dass es sowohl auf eine Integra­

tion in den Schweizer Arbeitsmarkt, bei

«Ich bin glücklich, kann ich arbeiten

und etwas verdienen.

Es ist nicht gut, nur zu schlafen.»

INTEGRATION UND RÜCKKEHRHILFE

Jonas Beer (l.) und Markus Schneider, Mit­

gründer des Beschäftigungsprogramms

InLimbo, sind überzeugt: «Imkern kann

man überall – und damit auch ein relevan­

tes Einkommen erzielen.»

Bild: Barbara Spycher