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SCHWEIZER GEMEINDE 5 l 2017

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Mitglieder jeweils im Dezember die

Weihnachtsbeleuchtung und schmü-

cken die grossenWeihnachtsbäume im

Dorf. Zu den weiteren Einsatzgebieten

gehören ferner der Unterhalt von Sitz-

bänken und Fahnen sowie das Schmü-

cken der Brunnen, Ortseingangstafeln

und des Brückenkopfes der Holzbrücke

über den Rhein.

Um acht Uhr morgens wird gestartet

2016 leisteten die 24 Aktivmitglieder

rund 730 Arbeitsstunden im Gelände,

wie NVS-Präsident Pierre Sandoz infor-

miert. Erst kürzlich standen die NVS-Mit-

glieder, ausgerüstet mit wasserdichter

Kleidung, Gummistiefeln und Rechen,

beim Biotop des Gebiets «Bustelbach»

im Einsatz, trotz leichtem Regenwetter.

Die drei Weiher – die von Frühjahr bis

Herbst die Spaziergänger mit Kaulquap-

pen, Molchen, Seerosen, Schilf, Frö-

schen, Kröten, Libellen, Fischlein und

Stockenten erfreuen – mussten nun im

Spätwinter von allerlei Blättern und

Pflanzen gereinigt werden, um eine Ver-

landung zu verhindern. Die Arbeitsein-

sätze beginnen in der Regel um acht Uhr

im Werkhof und dauern bis gegen Mit-

tag. Zu Halbzeit wird ein Znüni serviert.

«Bei der Arbeit an Hecken, Biotopen,

Bänken oder am Lehrpfad kann jeder

Helfer die Arbeit übernehmen, die ihm

zusagt und er zu leisten vermag», betont

Pierre Sandoz. Unter Federführung der

Abteilung Landschaft und Gewässer des

Baudepartements des Kantons Aargau

wurde letztes Jahr der Bustelbach rena-

turiert. Aus dem zuvor kanalisierten

Bachbett entstand ein naturnaher, land-

schaftlich wertvoller Grüngürtel als wich-

tiger Lebensraum für Fauna und Flora.

Der NVS war bei diesem Projekt beteiligt

und hatte den Auftrag, den Grüngürtel

so zu pflegen, dass kein Wald entsteht

und sich invasive Neophyten nicht ein-

nisten können.

GuteVerbindungen zur Gemeinde

Der NVS arbeitet eng mit dem Gemein-

derat und dem Werkhof zusammen.

«Dies wird dadurch erleichtert, dass vom

Werkhof jeweils ein Vertreter im Vor-

stand unseres Vereins Einsitz hat und im

Gemeinderat der Ressortverantwortli-

che für den Werkhof auch für den NVS

Ansprechpartner ist», sagt Pierre Sandoz.

Eine wesentliche Unterstützung für den

Verein sind der finanzielle Zustupf der

Gemeinde sowie die Möglichkeit, Geräte

des Werkhofes zu benützen. Weiter ar-

beitet der NVS mit befreundetenArbeits-

gruppen zusammen – zum Beispiel im

Rahmen des Novartis-Partnerschaftsta-

ges, eines sozialen Engagements von

Firmenteams in der Öffentlichkeit. Fazit:

Solche Arbeiten sind nur möglich, wenn

sich begeisterte Freiwillige engagieren

und Hand anlegen, Gemeinden und Bür-

gergruppen finanzielle und materielle

Unterstützung leisten, Spezialisten und

Fachgremien das nötige Know-how dazu

liefern und in den Gemeinden generell

eine Sensibilisierung für den Natur-

schutz und das Ortsbild stattfindet, da-

mit Littering, mutwillige Zerstörungen

und der Verlust des Artenreichtums

durch intensive Landwirtschaft nicht

weiter zunehmen können. «In diesem

Sinne sind auch die Gemeinden gefor-

dert. Der Lebensraum von Mensch und

Natur ist für ihren Einsatz dankbar», sagt

Pierre Sandoz.

Fabrice Müller

Infos:

www.vvl-langenthal.ch www.nvs-stein.ch www.pusch.ch

Zum 100-Jahr-Jubiläum hat der Natur-

schutz- und Verschönerungsverein Stein

(NVS) einen Biotop- und Heckenlehrpfad

aufgebaut.

Bild (links aussen): Fabrice Müller

Sie packen kräftig zu: Mitglieder des NVS

Stein betreiben aktiven Naturschutz.

Bild (Mitte): Fabrice Müller

Sitzbänke vor einem kleinenWeiher laden

zumVerweilen ein, eine der hundert Infor-

mationstafeln vermittelt Wissen über Flora

und Fauna: einTeil des Steiner Lehrpfads.

Bild (rechts aussen): Fabrice Müller

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