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SCHWEIZER GEMEINDE 5 l 2017

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BIODIVERSITÄT: FREIWILLIGE HELFEN MIT

Im Einsatz für die Natur

In vielen Gemeinden der Schweiz engagieren sich Natur- und

Verschönerungsvereine für den Erhalt der Biodiversität, für den Vogelschutz

oder für das Ortsbild. Eine unbezahlbare Ressource für das Gemeinwesen.

Weil der Fuchs über den Zaun kletterte

und immer wieder junge Geisslein riss,

beschloss der Vorstand, den Zaun des

Geissengeheges zu erhöhen und durch

einen Elektrodraht zusätzlich zu sichern.

Bei den Ponys gibt es auch Arbeit: Ge-

mäss dem Veterinäramt ist der Unter-

stand 1,06 Quadratmeter zu klein. Das

hatte zur Folge, dass der Grosstierbe-

stand um ein Tier reduziert werden

musste. Das ältere Pony konnte glückli-

cherweise privat weiterplatziert werden.

In nächster Zeit ist vorgesehen, eines der

Vordächer zu erweitern, um damit den

Tierbestand wieder erhöhen zu können.

Und schliesslich muss der Weg entlang

des Geheges der Dam- und Sikahirsche

neu geteert werden. Regelmässig schaut

hier ein Tierparkwärter zum Rechten. Er

arbeitet im 50-Prozent-Pensum und wird

wochentags von der Stadt Langenthal

entlöhnt. Hinzu kommt ein Hilfsarbeiter,

der im Rahmen eines Sozialprojekts mit-

hilft. Auch an den Wochenenden. Ställe

misten,Tiere füttern, Abfallkübel leeren.

Die Arbeit geht denVerantwortlichen im

Tierpark Langenthal nicht aus.

125 Jahre Fronarbeit

Die rund 33 000 Quadratmeter grosse

Anlage amWaldrand oberhalb von Lan-

genthal wird vomVerschönerungsverein

Langenthal (VVL) unterhalten. Kürzlich

feierte derVerein sein 125-Jahr-Jubiläum.

1891 wurde eine blockhausartige Schirm-

und Futterhütte mit den ersten drei Dam-

hirschen in Betrieb genommen. Die

Burgergemeinde wie auch die Einwoh-

nergemeinde Langenthal leisteten tat-

kräftige Starthilfe: Die Burger stellten

das Land zur Verfügung, die Einwohner-

gemeinde unterstützte denVerein finan-

ziell. Bereits sechs Jahre später folgte

die erste Erweiterung des Parks mit dem

Bau eines Rothirschgeheges. Weitere

Ausbauten folgten – etwa mit einem

Geissen- und Sikagehege, einem Stall

für Ponys und Esel, einem Mehrzweck-

raum für Vorstandssitzungen und als

Aufenthaltsraum für die Betreuer oder

einemWC-Hüsli beim Parkplatz. Ausser-