Schweizerischer Gemeindeverband
Association des Communes Suisses
Associazione dei Comuni Svizzeri
Associaziun da las Vischnancas Svizras
Gemeinsam für starke Gemeinden
 
 
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Kunststoffsammlungen: Gemeinden sollen zuwarten

Die Organisation Kommunale Infrastruktur empfiehlt Gemeinden und Städten, momentan keine separate Sammlung von Kunststoffen aus Haushalten einzurichten.

«Sobald eine Sammlung im Detailhandel etabliert ist, steigt der Druck, sie zumindest auch an bedienten Recyclinghöfen von Gemeinden anzubieten», sagt Alex Bukowiecki, Geschäftsführer der Organisation Kommunale Infrastruktur (OKI). Dies habe die Erfahrung mit PET oder auch Elektrogeräten gezeigt. Die OKI, eine gemeinsame Organisation des SGV und des Schweizerischen Städteverbandes, hat deshalb ein Positionspapier zum Thema Kunststoffsammlungen verfasst. Die Sammlung und stoffliche Verwertung möglichst sortenreiner, hochwertiger Kunststoffe sei zu unterstützen, hält die OKI darin fest. Da aber «massgebliche Akteure des Detailhandels die Sammlung von Kunststofflaschen einführen und damit ihre Produktverantwortung wahrnehmen», sei ein kommunales Engagement momentan nicht nötig. Und da noch keine nationale Finanzierung für Sammlung und Recycling von Kunststoffflaschen existiere, bestehe für eine Gemeinde keine Möglichkeit, auch nur einen Kostenanteil vergütet zu bekommen, hält die OKI fest. Momentan werden auf Bundesebene sowohl das Umweltschutzgesetz als auch die technische Verordnung über Abfälle revidiert. Bis Ende 2015 sollte klar sein, ob und welche neuen Vorschriften für den Bereich Kunststoff gelten. «Da eine kommunale Sammlung – nur als Ergänzung zum Handel – an bedienten grösseren Recyclingcentren aus Gründen der Kundenfreundlichkeit mittelfristig sinnvoll sein kann, setzen wir uns für eine vorgezogene Finanzierungslösung für Kunststofflaschen ein», sagt Bukowiecki.